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Eine Veranstaltung der
Sächsischen Stiftung für Medienausbildung SSM

 

Stifter:


 

Mediensystem: Kasachstan

Aktueller Stand des Informationsmarktes in Kasachstan

Als Grundlage für die Tätigkeit der Massenmedien und für die Funktionsfähigkeit des Informationsmarktes in Kasachstan gilt die kasachische Verfassung, die die Freiheit des Wortes und des Schaffens garantiert, jegliche Zensur ausschließt, jedem das Recht gibt, Informationen zu bekommen und zu verbreiten, und ideologische und politische Vielfalt akzeptiert (aus dem staatlichen Konzept für die Entwicklung der Konkurrenzfähigkeit des Informationsmarktes in Kasachstan für den Zeitraum 2006-2009).

Heutzutage werden in Kasachstan wesentliche Elemente des Informationsmarktes schon abgebildet. Im Vergleich zu 1990, als in der Republik nur zehn staatliche Zeitungen und Zeitschriften herausgegeben wurden und 21 Fernseh- und Rundfunkanstalten gesendet haben, sind heute im Land 7.281 Medien registriert, darunter funktionieren 2.479 ständig, 78 Prozent davon sind privat.

Printmedien

Printmedien bilden etwa die Hälfte von allen Medien, sie sind in Kasachstan thematisch differenziert:

  • Gesellschaft und Politik - 16 %
  • Wissenschaft - 9 %
  • Werbung - 10,5 %
  • Kinder - 2 %
  • Frauen - 2 %
  • Religion - 2 %

In Kasachstan gibt es 212 Fernseh- und Radioanstalten. Die größten von den staatlich unterstützten sind:

  • Nationaler Staatlicher Fernsehsender "Kasachstan" - Empfang 96,25 % landesweit
  • Nationale Fernsehagentur "Chabar" - Empfang 95,70 % landesweit
  • Fernsehsender "El Arna" - Empfang 75,50 % landesweit
  • Erster Kanal Eurasia - Empfang 78,69% landesweit
  • Kasachisches Radio - Empfang 86,99 % landesweit

Außerdem gibt es den ersten nationalen Satellitenkanal "Caspionet", der in den Ländern Mittel- und Ostasiens, Europas und Nordafrikas zu empfangen ist. Die oben genannten Fernsehsender inklusive der republikanischen Zeitungen "Kasachstanskaja Prawda" und "Egemen Kasachstan" gehören ab Juli 2008 zur nationalen Media-Holding Arna-Media.

Privates Fernsehen

  • Fernsehsender KTK - der erste private nationale Sender Kasachstans, Empfang in den 14 Großstädten Kasachstans
  • Fernsehsender Kanal 31 - Empfang in den 14 Großstädten Kasachstans, 20 % der Aktien gehören ab Februar 2008 der russischen STS-Media
  • Fernsehesnder Almaty - Empfang nur in Almaty
  • Fernsehender Astana - Empfang nur in Astana
  • Fernsehsender Rachat - Empfang nur in Almaty
  • Fernsehsender TAN - Empfang nur in Almaty

Im Land sind zur Zeit mehr als 80 Operatoren des Kabelfernsehnetzes registriert, die ihre Dienstleistungen für die Übertragung von in- und ausländischen Fernsehsendungen anbieten. Die größten sind:

  • Alma-TV - vertreten in 13 Großstädten des Landes
  • Kasinformtelekom - vertreten in fünf Großstädten des Landes
  • Sekatel - vertreten in fünf Großstädten des Landes
  • Kaszzentr TV - vertreten in fünf Großstädten des Landes
  • KBK - vertreten in vier Großstädten des Landes

Im Informationsmarkt Kasachstans werden 2.392 ausländische Medien verbreitet, dazu zählen 2.309 Zeitungen und Zeitschriften und 83 Fernseh- und Radioprogramme. Per Satellit und per Internet kann man bis zu 1.000 ausländische Fernseh- und Radiokanäle empfangen und eine unbegrenzte Zahl von ausländischen Printmedien. 80 Vertreter ausländischer Medien sind in Kasachstan akkreditiert.

90 Prozent von 2.392 in Kasachstan verbreiteten ausländischen Medien erscheinen auf Russisch, fünf Prozent auf Englisch, fünf Prozent in anderen Sprachen.

Die größten Verbreitungsnetze (ca. 70 Prozent vom gesamten Umfang) ausländischer Medien auf dem Territorium der Republik Kasachstan sind:

  • AG "Kaspotschta"
  • GmbH "AiFKasachstan"
  • AG Alma TV
  • GmbH "Sekatel"
  • GmbH Kaszentr TV
  • GmbH Katelko+

Negative Tendenzen auf dem kasachischen Informationsmarkt

  • Mangel an professionellen Fachkräften, die den Forderungen des modernen Informationsmarktes entsprechen (Manager, Journalisten, Analytiker, Fernsehmoderatoren, Stringer, Technologen, Juristen usw.)
  • schlechte technische Ausstattung der Medieninstitutionen, veraltete materiell-technische Basis für die Produktion und Verbreitung des Informationsproduktes, begrenzter Zugang zu den Telekommunikations- und Informationsverbreitungskanälen, besonders in den Regionen
  • Medieninstitutionen funktionieren mit einer äußerst niedrigen Rentabilität, in vielen Fällen befinden sie sich in direkter Abhängigkeit entweder vom Staat oder von bestimmten Finanz- und Wirtschaftsgruppen, und sind damit gezwungen deren Interesse zu vertreten (Lobbyismus)
  • kleines Marktpotential, darunter des Werbemarktes; niedrige Zahlungsfähigkeit der Bevölkerung
  • schlechter Stand der lokalen, regionalen und nationalen Telekommunikationsinfrastruktur und Infrastruktur der Übermittlung und Verbreitung von Information, die eher monopolartig sind
  • unvollkommene Gesetzgebung im Bereich des Informationsmarktes

Stand: September 2009





 
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