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Eine Veranstaltung der
Sächsischen Stiftung für Medienausbildung SSM

 

Stifter:


 

Mediensystem: Ukraine

Öffentlich-rechtliche Sender

  • fehlt

Staatliches Fernsehen

  • UT 1 (Ukrainisches Fernsehen - 1)

Staatliches Radio

  • Nationaler Hörfunk: UR 1 und UR 2, U3 und Promin, darunter Radio Ukraine International (ukrainische, deutsche, englische und rumänische Redaktionen)

 

Private Sender

Fernsehen

  • Inter
  • Inter+
  • Enter Film
  • 1+1
  • 2+2
  • Rada
  • 24
  • STB
  • Novyj Kanal
  • ICTV
  • Era (auf UT 1)
  • Ukraine
  • Tonis
  • Kyiv
  • TET
  • 5 kanal
  • NTN
  • K1
  • K2
  • Kino
  • Gamma
  • Kyiwska Rus
  • Perschuj dilowyj
  • KTM
  • City
  • M1
  • O-TV Music

Radio

  • Prosto
  • Gala
  • Russkoje
  • Nasche
  • Melodija
  • ERA
  • Wzrosloje (Chanson)
  • Scharmanka
  • Majdan
  • Dovira
  • Lux
  • Kiss
  • Star
  • Autoradio
  • Europe+
  • Love
  • Kontinent
  • Renaissance
  • Jam

Ukrainische Medienlandschaft

Die elektronischen Medien werden in der Ukraine durch mehr als 800 Radio- und Fernsehunternehmen vertreten, davon sind 28 den nationalen und 250 den regionalen Behörden unterstellt, mehr als 500 sind kommerziell. 300 verschiedene Fernsehkanäle sind von einem Teil der Bevölkerung großer Städte (Bezirkshauptstädte) per Kabel zu empfangen. Die Übertragungsnetze sind zu 100 Prozent vom Staat kontrolliert (Konzern RRT). Die Lizenzvergabe erfolgt durch den Nationalrat für Rundfunk.

Agenturen

Derzeit sind in der Ukraine ca. 35 Nachrichtenagenturen tätig. Aber meistens sind sie sehr klein und produzieren nicht selbständig, sondern kopieren die Informationen von führenden Nachrichtenagenturen. Die wichtigsten Nachrichtenagenturen sind Interfax-Ukraine, UNIAN, Ukrinform.

Print-Markt

Die größte Auflage haben in der Ukraine die Zeitungen Fakty i kommentarii, Segodnya und Bulwar Gordona. 335 Zeitungen erscheinen landesweit, 463 regional, 173 lokal. Die wichtigsten davon sind Fakty i kommentarii, Komsomolskaja Prawda w Ukrainie, Den', Segodnja, Dzerkalo Tyzhnya, Ukraina Moloda, Delo, Kommersant, Wyssokyj Samok, Business etc.

Zeitschriften

  • Korrespondent
  • Kontrakty
  • Kompanion
  • Bisnes
  • Ukrainskyj tyzhden
  • Glawred
  • Fokus

Zeitungen

  • Argumenty i Fakty v Ukraine
  • Dzerkalo tyzhnia
  • Delo
  • Den
  • Fakty I kommentarii
  • Kommentarii
  • Kommersant
  • Kyiv Weekly
  • Kyiv Post
  • 2000
  • Wetschernije westi
  • Golos Ukrajiny (Parlamentarische Zeitung)
  • Delowaja stoliza
  • Kiewskije wedomosti
  • Kiewskij telegraf
  • Silski wisti
  • Segodnya
  • Stollitschnyje novosti
  • Gaseta po-kiewski
  • Urjadowyj kurier (Regierungszeitung)
  • Ukrajinskaja investizionnaja gazeta (oder Investgazeta)

Medienpolitik und Medienrechte

Die ukrainischen Medien sind laut Gesetz frei. Diese Freiheit leitet sich aus der Verfassung ab und es existieren eine Reihe entsprechender Gesetze. Die Zensur und die Einmischung der staatlichen Strukturen, der örtlichen und regionalen Selbstverwaltungsorgane in die Tätigkeit der Massenmedien sind in der Ukraine gesetzmäßig verboten. Aber leider existieren sie noch in der heutigen Ukraine - in indirekter Form.

Fernsehkanäle erhalten Lizenzen für mindestens sieben Jahre. Die Gründung und die Tätigkeit von Fernsehgesellschaften mit Auslandsbeteiligung im Grundkapital von mehr als 30 Prozent sind verboten. Der Umfang eigener Produktionen jeder Fernsehgesellschaft soll nicht weniger als 50 Prozent betragen (70 Prozent - Ukrainisch, 30 Prozent - andere, meistens russische Sprachen).

Im Bereich der elektronischen Medien sind eine unklare Rechtslage und zahlreiche Verstöße gegen existierende Gesetze hervorzuheben. Besonders häufig sind fehlende Lizenzen und Verstöße gegen Urheberrechte.

Weitere Informationen

Die Medienlandschaft in der Ukraine ist wirklich reich und vielseitig. Es gibt eine große Auswahl an Fernseh- und Hörfunkstationen, die national und regional senden. Der Schwerpunkt hier ist Qualität. Der ukrainische Journalismus hat eigene Standards schwach entwickelt. In den letzten fünf Jahren hat sich die Situation verbessert, aber nicht besonders. Sowjetische journalistische Klischees sind noch mächtig. Zunächst äußert es sich in Loyalität durch Gewalt. Alle unsere Gebiete haben mindestens einen staatlichen Fernsehkanal, einen Radiosender und eine Zeitung. Sie werden vom Staats- und Regionalhaushalt finanziert, weshalb sie Angst haben, die Behörden zu kritisieren.

Von der Einführung eines öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der Ukraine träumen wir schon lange. Und wir versuchen es zu schaffen. Der Aufbau eines öffentlich-rechtlichen Rundfunks wurde in der Ukraine noch unter dem ehemaligen Präsidenten Lenid Kutschma in Angriff genommen. Damals wurde sogar ein entsprechendes Gesetz verabschiedet. Aber wie unter Kutschma ist es danach auch unter Präsident Juschtschenko nicht zu grundlegenden Veränderungen gekommen. Unter Wiktor Janukowytsch als Präsident wird diese Frage wieder sehr aktiv diskutiert, aber darüber hinaus passiert nichts.

Es ist sowohl eine politische (für die Regiereng ist es keine angenehme Sache ganz unabhängige Medien zu haben), als auch eine finanzielle Frage. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist ein Luxusprodukt. Zum Beispiel zahlen die Bürger in Deutschland nur ungefähr 18 Euro pro Monat für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. In der Ukraine kann man sich die Zahlungen kaum leisten, denn mehr als die Hälfte der Bürger lebt unter der Armutsgrenze. Vielleicht könnte man den öffentlich-rechtlichen Rundfunk aus verschiedene Quellen finanzieren: teilweise durch Werbefinanzierung oder durch Verbreitung eigener Kino-, Audio- und Video-Produktionen.

Das ukrainische Mediensystem ist kaum 20 Jahre alt. Es gibt Fortschritte, aber es liegt noch ein sehr langer Weg vor uns.

Wichtige Links (Nachrichten-Portale)

www.pravda.com.ua
www.unian.net
www.korrespondent.net
www.obkom.net.ua
www.podrobnosti.com
www.ukranews.com.ua
www.mignews.com.ua
www.segodnya.ua
www.wz.lviv.ua
www.gazeta.lviv.ua
www.ut.net
www.focus.in.ua
www.glavred.info


Stand: Oktober 2013





 
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